| Bregenz und der Kornmarkt |
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Kaum ein Platz in unserer Stadt hat im Lauf der letzten Jahrhunderte und Jahrzehnte sein Gesicht so oft gewechselt und seinen Namen geändert wie
der Kornmarktplatz! |
| Bis zur Mitte des 17.Jh. nach einen Hofstättenbesitzer namens Vatz "Vatzen-wasen" oder "Wasen" genannt, erhielt er seine Funktion als Kornmarktplatz durch das wirtschaftstaktische Manöver des damaligen Stadtrates, den Korn-handel zwischen Südschwaben und dem Vorarlberger und Ostschweizer Raum an sich zu ziehen und die Lage der Stadt am See und am Ausgang des Achtales auszunutzen. |
| Absprachen mit den Kornhändlern der Stadt, den Fuhrleuten und den Schiffs-eignern wurden getroffen, der Hafen instand gesetzt, das schon bestehende Kornhaus "dergestalten erbesseret und beschlossen gemacht, dass denen Kornführern ihre Früchte darinnen ohne Sorg und Gefahr ufbehalten werden mögen". |
| Die neue Kornmarktordnung vom 3.Sept 1650 schuf ein ordnendes Regulativ für den Marktverkehr: demnach sollte jeden Markttag (Freitag) morgens um 8 Uhr der Kornpreis von den Abgeordneten des Rates zusammen mit den Korn-händlern festgesetzt werden. Korn zum Verkauf nach Hause mitzunehmen wurde verboten, nicht einmal ein Sack wurde den Kornhändlern gestattet. Jeder Händler hatte zwei Korn- und einen Habersack am Stande feilzuhalten. Wer das nicht binnen 14 Tagen befolgte, hatte mit einjährigem Entzug der Handelserlaubnis zu rechnen. |
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